Was ist Employer Branding?

02.01.23

Employer branding: der weg zu glücklichen mitarbeitern

Hast du Probleme, Mitarbeiter zu finden?  

Dies kann viele Gründe haben, oftmals jedoch lohnt sich das Überdenken der eigenen “Employer Brand”. Wie genau dir eine Employer Branding Strategie helfen kann, qualifizierte Talente in dein Unternehmen zu locken und langfristig zu binden, erzählen wir dir jetzt.  

Du hast konkrete Fragen zum Thema “Employer Branding” und wie es in dein Unternehmen passt? Gehe einfach auf “Jetzt chatten” und vereinbare dein unverbindliches Erstgespräch. 

was ist employer branding - definition

Employer Branding, was ist das eigentlich?  

Wieder ein relativ „neuer“ Begriff, der vielleicht von so Manchem noch als kurzweiliger Trend abgetan wird. Warum das nicht so ist, und weshalb sich jedes Unternehmen ob groß oder klein Gedanken über die eigenen Employer Branding Maßnahmen machen sollte, erfahrt ihr jetzt. 

Wir definieren den Begriff Employer Branding, geben 10 wirkungsvolle Tipps für den Aufbau einer Employer Branding Strategie, und nennen gängige Employer Branding Beispiele, um eure eigene Kreativität in der Sache ein wenig anzukurbeln.

Ein Begriff in aller Munde – die Employer Branding Definition: Wozu braucht man das?

Wie das kleine Wörtchen „Branding“ schon vermuten lässt, handelt es sich bei Employer Branding Maßnahmen einfach gesagt um subtile Marketing-Maßnahmen. Die Besonderheit ist, dass nicht die Produkte oder Dienstleistungen im Marketing-Fokus stehen, sondern das Unternehmen selbst, als attraktiver und angenehmer Arbeitsort. Man akquiriert mit diesem Marketing also keine Kunden, sondern Mitarbeiter. 

„Wozu das Ganze?“, mag so manch einer fragen. „Damit steigert man doch keine Revenue!“ – aber stimmt das wirklich? 

Warum gut durchdachtes, authentisches Employer Branding die Firma stärkt 

Es ist nichts neues: Es herrscht Fachkräftemangel, alles ab Gen Z hat mehr Ansprüche an einen Arbeitsplatz als die genügsamen Vorgänger-Generationen, uns fehlen einfach qualifizierte Arbeitskräfte quer durch alle Branchen. 

Woher bekommen wir diese Arbeitskräfte? Und im Idealfall, woher bekommen wir motivierte, beständige Mitarbeiter, die unser Unternehmen angenehm und positiv präsentieren, um uns von der Masse an Firmen mit genau dem gleichen Angebot abzuheben?  

Völlig einzigartig ist heutzutage kaum mehr irgendein Unternehmen. Darum zählt, wie so oft, die persönliche Bindung zu Kunden und Partnern. Und dies erreicht man neben Social Media Präsenz und guten Produkten, durch positives Employer Branding. 

Durch positives Employer Branding zu glücklichen Kunden 

Anständige Arbeitsbedingungen ziehen gute Mitarbeiter an (und binden diese ans Unternehmen), motivierte Angestellte machen bessere Arbeit, effizientes Arbeiten führt zu zufriedenen Kunden, zufriedene Kunden kommen wieder, das macht alle glücklich, das Employer Branding ist gelungen, und so schließt sich der Kreis. 

Der Haken? Employer Branding muss gelebt werden. Es hilft nichts, nur so zu tun als ob: Spätestens einen Monat nach der Einstellung merkt der neue Mitarbeiter, wie der Hase wirklich läuft. 

Employer Branding Maßnahmen – Was kann man tun, um passende Talente zu finden?  

Die Mitarbeiter sind die Visitenkarte eines jeden Unternehmens, und Employer Branding Strategien sind eng verwandt mit der New Work Philosophie. Lest jetzt 10 der wichtigsten Schritte für eine gelungene Employer Branding Strategie, die euch bei dieser besonderen Art von „Mitarbeiter Akquise hilft. 

 

10 Tipps für erfolgreiches und authentisches Employer Branding mit konkreten Employer Branding Beispielen

 

1. Unternehmenswerte & Ziele – für alle Ebenen wichtig 

Die Definition einer Vision, Mission und von Unternehmenszielen sollte jede Firma, unabhängig vom Employer Branding Prozess, durchlaufen haben. Für ein effektives Employer Branding werden diese noch einmal hervorgehoben und analysiert – und dass Ergebnisse dieser Analyse detailliert schriftlich festgehalten werden, mit gleichem Stellenwert wie die Corporate Identity Guidelines und das Markenimage.  

Fragen die zu klären sind, sind beispielsweise: Welche Werte können wir wirklich vertreten? Was bieten wir euch, was andere nicht bieten? Wie kommunizieren wir diese Alleinstellungsmerkmale wirkungsvoll nach außen? 

Sind die Maßnahmen, die wir derzeit zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit haben, tatsächlich für alle spürbar? 

Durch die Definition eurer Employer Branding Identität werdet ihr viele Baustellen und somit neue Möglichkeiten für Verbesserungen entdecken. Das ist gut: Denn echtes Employer Branding ist eine langfristige und ernstzunehmende Mission, wenn ihr den Erfolg eurer Mitarbeiter und somit eures Unternehmens sicherstellen wollen. 

 

2. Mitarbeitervernetzung & Kommunikation 

Macht die Kommunikation zwischen euren Mitarbeitern und Abteilungen so einfach wie möglich: z.B. durch ein Intranet, eine firmeneigene Chat-Funktion, oder gebt Mitarbeitern konkrete Impulse, als Schnittstelle zwischen Abteilungen zu agieren und diese zusammen an einen Tisch zu bringen.  

Offene Kommunikation, auch gegenüber Chefs, sollte zur Normalität gehören. Achtet darauf, dass Sätze wie „Immer eine offene Türe, Wir begegnen uns auf Augenhöhe, …“ etc. nicht nur leere Phrasen sind. Mitarbeiter Schulungen in Sachen Kommunikation kann helfen, Offenheit zu stärken und Missverständnissen vorzubeugen.  

Möglichst jeder soll sich gehört und verstanden fühlen – und auch regelmäßige Feedback-Gespräche sollen angeboten werden.
Noch eine Idee: Wenn Büros & Fertigungsstätten/Werkstätten/Lager/… nicht allzu weit voneinander entfernt sind, lasst Mitarbeiter sich gegenseitig besuchen, um das „Wir“-Gefühl zu stärken und ein besseres Verständnis füreinander, trotz unterschiedlicher Arbeitsbereiche, aufzubauen.  

 

3. Mitarbeiter-Benefits 

Schon lange reicht ein Obstkorb oder „flexible“ Arbeitszeiten nicht mehr aus, um unsere Kollegen zu Begeistern.  

Denkt etwas weiter: Bietet z.B. Rabatte für lokale Freizeitaktivitäten, Fitnessstudios, ein Ticket für den ÖPNV, ein Weiterbildungs-Angebot (das auch tatsächliche genutzt werden kann, z.B. also auch fest verankert im Jahreskalender ist), die Möglichkeit eines Zeit-/Lohnkontos, auf welches man einzahlen kann, um an passender Stelle ein Sabbatical zu nehmen, …  

Jedes Unternehmen hat individuelle Möglichkeiten, welche, wenn gut geplant, auch einfacher umzusetzen sind. 

Mehr Tipps dieser Art gibt’s im nächsten Blog Artikel, zum Thema: New Work.

 

4. Familien-Freundlichkeit

Ein schwer unterschätztes, großes Potenzial in der Mitarbeiterbindung. Dabei soll es hierbei nicht nur um Mutter-Vater-Kind Familien gehen – sondern individuell um die Bedürfnisse eines jeden Mitarbeiters und dessen Wahl-Familie. Eure Mitarbeiter haben zuhause flauschige Fellfreunde? Willkommen, neuer Büro-Hund. 

Ihr veranstaltet ein Mitarbeiter-Event? Ladet die Familie mit ein. Ein Rundgang durch die Betriebsstätte? Natürlich mit Anhang. Es findet ein Ausbildungs-Informations-Tag statt? Wer könnte hieran mehr Interesse haben als die Kinder der eigenen Mitarbeiter (egal in welchem Alter). Seid offen für die Integration von Familie & Job – ohne euch dabei anzumaßen, euer Betrieb sei selbst „eine große Familie“: Denn, dieser Satz führt leicht zu unangenehmem Verpflichtungs-Druck und Unmut. 

 

5. Sonder-Aktionen 

Eine der einfachsten und dennoch wirkungsvollsten Employer Branding Maßnahmen: Das gute alte Team Building. Lasst eure Abteilungen an lokalen Events als Team teilnehmen: Konstanter Beliebtheit erfreuen sich beispielsweise Firmen-Marathons, der Besuch von lokalen (Volks-)Festen (Familie mit einladen!), oder um wieder etwas für das Werte-Empfinden zu tun: Sucht nach angekündigten lokalen Aufräum-Aktionen und meldet eure Firma dafür an.  

Es sollte Abwechslung geboten sein, sodass jeder einmal bei etwas dabei sein kann, dass ihm Spaß macht oder persönlich wichtig ist. 

 

 

6. Social Media Dokumentation eurer Maßnahmen 

Ganz wichtig: Egal welche Maßnahme ihr durchführt: Teilt es auf Social Media!  Denn woher sollen denn die Menschen sonst erfahren, dass die Sache mit dem guten Arbeitsplatz wirklich ernst gemeint ist?  

Stellt Mitarbeiter vor, teilt Sie deren Beiträge (sofern diese thematisch mit dem Unternehmen zu tun haben oder anders passend sind), und lasst eure Mitarbeiter die Markenbotschafter des Unternehmens sein. 

 

7. Der Bewerbungsprozess – die Employee Journee 

Warum ist die Employee Journey, sprich, wie wurde jemand zu eurem Mitarbeiter, für eine Employer Branding Strategie relevant? 

Gute Mitarbeiter können sich quasi aussuchen, wo sie arbeiten möchten. Während diese Talente also bei euch noch irgendwo im Bewerbungsprozess herumhängen, keine Antwort bekommen, weil eine E-Mail untergegangen ist, oder das Hochladen des Passierscheins A38 wieder einmal nicht funktioniert, haben sie von einem Konkurrenz-Unternehmen vielleicht bereits eine Zusage und ein großartiges Angebot bekommen.  

Damit das nicht passiert, ent-kompliziert euren Bewerbungsprozess, nehmt ein paar Hürden weg und stellt lieber in den Gesprächen selbst passgenaue Fragen, anstatt nur auf die richtige Anzahl an Zeugnissen und Empfehlungen zu schauen.  

Ebenfalls wichtig in der Employee Journee sind Wachstumschancen – wenn die Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich zu entwickeln nach 6 Monaten ausgeschöpft sind, muss auch hier ein neuer Weg gefunden werden oder dies von vorneherein klar kommuniziert werden.

 

8. Zusammenarbeit von HR, Marketing & Managern 

Wirkungsvolle Employer Branding Maßnahmen können nicht von einer Abteilung allein bewältigt werden. Es braucht Zeit und Ideen von mehreren Seiten. Regelmäßige Abstimmungen zwischen HR, Marketing und Abteilungschefs sind essenziell, um die Scheuklappen der eigenen Profession abzulegen, Hürden von verschiedenen Seiten zu betrachten und dann gemeinsam den besten Weg zu finden. 

 

9. Attraktivität über die Dorfgrenze hinaus 

Je nach Standort eures Büros, ist es für viele Firmen eine der größten Hürden, Mitarbeiter mit Potenzial von außerhalb des eigenen Landkreises zu sich zu locken.

Hebt also bewusst die Vorzüge eurer Gegend in Social Media Posts hervor, teilt gerne auch mal regionale Events, Sehenswürdigkeiten oder andere Highlights aus eurer Region, selbst wenn diese nichts mit eurem Unternehmen zu tun haben.  

 

10. Employer Branding Erfolgsmessung & Maßnahmen Anpassung 

Es reicht nicht aus, neue Employer Branding Konzepte zu entwickeln.
Was denn jetzt noch?!, fragt ihr euch vielleicht Haare raufend am Ende dieses Artikels.  

Eine der wichtigsten Punkte, die leider oft vernachlässigt werden: Die Messung eurer Erfolge.  

Doch wie misst man den Zufriedenheitsgrad von Mitarbeitern und Kunden? 

Man könnte anonyme Umfragen machen, zu einem oder verschiedenen Themen, regelmäßig. 

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist auch durch die Zeit, die sie im Unternehmen verweilen, ersichtlich. Wurdet ihr von Mitarbeitern weiterempfohlen? Auch das spricht für sich. 

 

Employer Branding – Viel Aufwand für nichts oder echtes Mehrwert-Potenzial? 

Oftmals werden Employer Branding Ziele als gescheitert erklärt, weil sie zu früh abgebrochen und nicht gemessen wurden. Überlegt euch anhand der von euch angewandten Employer Branding Ideen, welche KPIs ihr setzen könnt, genau wie in jeder anderen Kampagne auch.  

Nehmt Feedback von Angestellten an, ohne es persönlich zu nehmen: Konstruktiv und offen auf Mängel zu reagieren, ist ein weiteres gutes Employer Branding Beispiel. 

Wenn die ersten Ideen nicht zum Erfolg führen, werft die Flinte nicht gleich ins Korn: Wie bei jedem Projekt gibt es auch beim Employer Branding Instrumente und Trends, die nicht für jedes Unternehmen gleich gut funktionieren. Bleibt flexibel und eurer Vision treu

 

Wie hat euch unser Blog-Artikel zum Thema Employer Branding gefallen? Welche Maßnahmen nutzt ihr für eure Mitarbeiter? Womit konntet ihr die besten Erfolge erzielen und was waren/sind intern die größten Hindernisse? 

Lasst uns ein Kommentar da, wir freuen uns über eine offene und ideenreiche Diskussion. 

 

Deine Sabrina

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